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<title>Caucus</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Caucus</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Caucus</b> (Plural <i>Caucuses</i>) bezeichnet eine Versammlung der Mitglieder und Anhänger einer Partei oder politischen Gruppierung, häufig zur <a href="Vorwahl_(Politik)" title="Vorwahl (Politik)">Vorwahl</a> eines Kandidaten für hohe politische Ämter. Bekannt sind insbesondere die so bezeichneten Versammlungen, in denen innerhalb einzelner Bundesstaaten der USA die Kandidaten für das Präsidentenamt parteiintern bestimmt werden (siehe dazu: <a href="Pr%C3%A4sidentschaftsvorwahl_in_den_Vereinigten_Staaten" title="Präsidentschaftsvorwahl in den Vereinigten Staaten">Präsidentschaftsvorwahl in den Vereinigten Staaten</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie_und_Begriffsgeschichte">Etymologie und Begriffsgeschichte</h2></div>
<p>Der Ursprung des Namens ist strittig, indianische Wurzeln („Stammesversammlung“, etwa aus dem <a href="Algonkin" title="Algonkin">Algonkin</a>)<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> werden eher diskutiert als eine lateinische Herkunft. Als gesichert gilt, dass der Begriff zuerst im nordamerikanischen Englisch verwendet wurde. 1878 drang er auch nach England, als <a href="Joseph_Chamberlain" title="Joseph Chamberlain">Joseph Chamberlain</a> in Birmingham die <i>Liberal Association</i> organisierte, die dann bald zum Modell für andere liberale Verbindungen in ganz England wurde; sie galt als Import der amerikanischen „Politikmaschine“ und bekam von dem konservativen Politiker und späteren Premierminister <a href="Benjamin_Disraeli" title="Benjamin Disraeli">Benjamin Disraeli</a> daher die Bezeichnung <i>Caucus</i> verpasst. <a href="Max_Weber" title="Max Weber">Max Weber</a> beschreibt sein Aufkommen in <a href="England" title="England">England</a> im Zusammenhang mit der Herausbildung straff geführter demokratischer Massenparteien im 19. Jahrhundert in seiner Rede <i>Politik als Beruf</i> wie folgt:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Seit 1868 […] entwickelte sich zuerst für lokale Wahlen in Birmingham, dann im ganzen Lande, das »Caucus«-System. Ein nonconformistischer Pfarrer und neben ihm Josef Chamberlain riefen dieses System ins Leben. Anlaß war die Demokratisierung des Wahlrechts. Zur Massengewinnung wurde es notwendig, einen ungeheuren Apparat von demokratisch aussehenden Verbänden ins Leben zu rufen, in jedem Stadtquartier einen Wahlverband zu bilden, unausgesetzt den Betrieb in Bewegung zu halten, alles straff zu bürokratisieren: zunehmend angestellte bezahlte Beamte, von den lokalen Wahlkomitees, in denen bald im ganzen vielleicht 10 % der Wähler organisiert waren, gewählte Hauptvermittler mit Kooptationsrecht als formelle Träger der Parteipolitik. Die treibende Kraft waren die lokalen, vor allem die an der Kommunalpolitik […] interessierten Kreise, die auch die Finanzmittel in erster Linie aufbrachten. Diese neuentstehende, nicht mehr parlamentarisch geleitete Maschine hatte sehr bald Kämpfe mit den bisherigen Machthabern zu führen, vor allem mit dem <i><a href="Whip" title="Whip">whip</a>,</i> bestand aber, gestützt auf die lokalen Interessenten, den Kampf derart siegreich, daß der <i>whip</i> sich fügen und mit ihr paktieren mußte. Das Resultat war eine Zentralisation der ganzen Gewalt in der Hand der wenigen und letztlich der einen Person, die an der Spitze der Partei stand […]. Ein cäsaristisch-plebiszitäres Element in der Politik: der Diktator des Wahlschlachtfeldes, trat auf den Plan. Das äußerte sich sehr bald. 1877 wurde der <i>Caucus</i> zum erstenmal bei den staatlichen Wahlen tätig. Mit glänzendem Erfolg: Disraelis Sturz mitten in seinen großen Erfolgen war das Resultat.“<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Caucus_als_Vorwahlverfahren_in_den_USA">Caucus als Vorwahlverfahren in den USA</h2></div>
<p>Die bekannteste Form des Caucus ist eines von zwei Nominierungsverfahren bei der <a href="Pr%C3%A4sidentschaftsvorwahl_in_den_Vereinigten_Staaten" title="Präsidentschaftsvorwahl in den Vereinigten Staaten">Präsidentschaftsvorwahl in den Vereinigten Staaten</a>, mittels derer <a href="Politische_Parteien_der_Vereinigten_Staaten" title="Politische Parteien der Vereinigten Staaten">politische Parteien der Vereinigten Staaten</a> entscheiden, wen sie als Kandidaten für die Präsidentschaft aufstellen. Im Caucus-Verfahren werden die an bestimmte Kandidaten gebundenen Delegierten für die nationalen Parteitage in mehreren aufeinander folgenden Runden und häufig in offener Abstimmung ermittelt. Vor allem im Süden der USA und in einigen <a href="Au%C3%9Fengebiet_der_Vereinigten_Staaten" class="mw-redirect" title="Außengebiet der Vereinigten Staaten">Außengebieten</a> wird die Bezeichnung <i>Convention</i> verwendet. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um dasselbe Verfahren. Die andere Art der Vorwahlen, die <a href="Primary" title="Primary">Primary</a>, wird dagegen in einer einzigen Runde entschieden und entspricht der üblichen geheimen Wahl mit Stimmzetteln.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hintergrund">Hintergrund</h3></div>
<p>Die amerikanische <a href="Pr%C3%A4sidentschaftswahl_(Vereinigte_Staaten)" class="mw-redirect" title="Präsidentschaftswahl (Vereinigte Staaten)">Präsidentschaftswahl</a> findet alle vier Jahre am „election day“, dem nationalen Wahltag im November statt. Zur basisdemokratischen Kür eines geeigneten Kandidaten halten die politischen Parteien von Januar bis Juni des Wahljahres sogenannte Vorwahlen ab. Die Runde beginnt im Januar mit dem Caucus in Iowa, der in seiner jetzigen Form 1972 eingeführt wurde, gefolgt von der <a href="Primary" title="Primary">Primary</a> in <a href="New_Hampshire" title="New Hampshire">New Hampshire</a>. Diesen ersten Vorwahlen wird von den Parteien große Bedeutung für den weiteren Vorwahlkampf beigemessen, zeigen sie doch eine erste Stimmungslage des Wahlvolkes.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geschichte">Geschichte</h3></div>
<p>Früher stand der Begriff Caucus nur für den informellen Führungszirkel einer Partei. Dieser Führungszirkel suchte die Kandidaten für öffentliche Ämter aus <i>(King Caucus)</i>. Von ca. 1796 bis 1824 kamen die Abgeordneten der beiden großen Parteien zu geheimen „congressional caucus“ zusammen und einigten sich dort auf ihren jeweiligen Kandidaten. Der Zweck dieses Systems von Parteiversammlungen besteht darin, durch die Wahl der Delegierten anzudeuten, welchen Kandidaten die Parteimitglieder der einzelnen Bundesstaaten bevorzugen. Weitreichende Reformen gab es, nachdem 1968 <a href="Hubert_Humphrey" class="mw-redirect" title="Hubert Humphrey">Hubert Humphrey</a> als Kompromisskandidat der Demokraten zum Präsidentschaftskandidaten gewählt worden war, obwohl er nicht an den Vorwahlen teilgenommen hatte. Nach dem von <a href="Chicago_Seven" title="Chicago Seven">Krawallen in Chicago</a> begleiteten Parteitag wurden flächendeckend Vor- und Urwahlen eingeführt und deren Ablauf von den Bundesstaaten gesetzlich geregelt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ablauf">Ablauf</h3></div>
<p>Für den Ablauf eines Caucus gelten keine einheitlichen Regeln. Sie unterscheiden sich sowohl nach Bundesstaaten als auch nach Parteien. Ein in den gesamten USA gültiges Statut der Parteien zu den Nominierungsverfahren existiert nicht. Generell gilt aber: Zum Caucus versammeln sich Parteimitglieder bzw. nur zum Zwecke der Wahl registrierte Anhänger zunächst in kleinen Zirkeln auf unterer, lokaler Ebene. Beitritte und Neuregistrierungen sind sogar noch zu Beginn der Versammlungen erlaubt. Jeder Amerikaner kann sich jedoch nur bei einer der beiden Parteien registrieren lassen. Vor der eigentlichen Wahl wird darüber beraten und diskutiert, welchen von mehreren parteiinternen Präsidentschaftskandidaten die Partei in die Wahl um das höchste Amt im Staat schicken sollte. Die eigentliche Wahl läuft auf den Caucuses sehr unterschiedlich ab, teilweise durch geheime Wahl, teilweise aber versammeln sich die Anhänger um ein Namensschild ihres Wunschkandidaten. Die noch Unentschlossenen bilden eine eigene Gruppe und bekunden so ihren Wunsch nach weiterer Information. Die Anhänger jeder Gruppe werden nun ermutigt, für ihren Wunschkandidaten durch Vorträge oder individuelle Gespräche einzutreten, um möglichst viele Andersdenkende umzustimmen und zur eigenen Gruppe zu holen. Am Ende der Veranstaltung zählen Parteifunktionäre die Mitglieder der verschiedenen Gruppen ab und berechnen daraus nach wiederum unterschiedlichen Verfahren, wie viele Delegierte jeder Kandidat zugewiesen bekommt.<sup id="cite_ref-Longley_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-Longley-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Demokraten hielten 2008 in 14 Bundesstaaten einen Caucus ab. Bei ihnen gibt es im Gegensatz zu den Republikanern eine 15-Prozent-Hürde.<sup id="cite_ref-cnn_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-cnn-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Erhält ein Kandidat im ersten Wahlgang nicht die erforderlichen Mindest-Stimmanteile, werden ihm gar keine Delegierten zugewiesen, und seine Anhänger können sich nach erneuten Beratungen in einem zweiten Wahlgang dem Lager eines erfolgreicheren Kandidaten anschließen. Die Stimmenverteilung erfolgt bei den Demokraten in allen Bundesstaaten proportional. Erhält ein Kandidat z. B. 40 % der Stimmen, werden ihm auch 40 % der Delegierten zugewiesen, die diesen Caucus auf der nächsthöheren Ebene des Caucus-Prozesses vertreten sollen.<sup id="cite_ref-cnn_8-1" class="reference"><a href="#cite_note-cnn-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Republikanische Caucuses gab es im Wahljahr 2008 in 13 Bundesstaaten. Hier erfolgt die Zuweisung der Delegierten auf die Kandidaten häufig nach einem „winner takes all“-Verfahren, das heißt, der Sieger bekommt 100 % der Delegierten zugewiesen. Die unterlegenen Kandidaten gehen leer aus. In einigen Bundesstaaten findet jedoch auch bei den Republikanern eine proportionale Zuweisung statt.<sup id="cite_ref-cnn_8-2" class="reference"><a href="#cite_note-cnn-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach Ende der ersten Runde der Caucuses werden überregional auf weiteren Ebenen ähnliche Ausscheidungen veranstaltet, bei denen jeweils ermittelt wird, welche Delegierten auf die nächsthöhere Ebene geschickt werden. Dieser Prozess kann mehrere Monate dauern. Aufgrund der Bindung der meisten Delegierten an einen Präsidentschaftskandidaten kann die Wahl dieses Bundesstaates aber im Wesentlichen bereits nach der ersten Runde vorausgesagt werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bundesstaaten_mit_Caucus">Bundesstaaten mit Caucus</h3></div>
<p>In folgenden Staaten fanden 2008<sup>[veraltet]</sup> bei beiden Parteien Caucuses statt: Alaska, Colorado, Hawaii, Iowa, Kansas, Maine, Minnesota, Nevada, North Dakota, Washington und Wyoming. In Idaho und Nebraska veranstaltet nur die Demokratische Partei, in Montana nur die Republikanische Partei Caucuses.<sup id="cite_ref-Calendar_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-Calendar-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unterschiede_zwischen_Caucus_und_Primary">Unterschiede zwischen Caucus und Primary</h3></div>
<p>Bei den <a href="Primary" title="Primary">Primaries</a> (eigentlich primary elections) können registrierte Wähler direkt wählen, für welchen der Kandidaten die Delegierten dieses Bundesstaates auf dem nationalen Parteitag <i>(<a href="Nominierungsparteitag_(Vereinigte_Staaten)" title="Nominierungsparteitag (Vereinigte Staaten)">national convention</a>)</i> stimmen sollen. Beim Caucus werden lokale Delegierte gewählt, die ihrerseits in mehreren, aufeinander folgenden Schritten auf weiteren überregionalen Versammlungen Delegierte für den nationalen Parteitag ernennen.
</p><p>Ein weiterer Unterschied zu den Primaries liegt in den Vorträgen und Diskussionen unter den Teilnehmern, die am gleichen Tag stattfinden und der eigentlichen Wahl vorausgehen.<sup id="cite_ref-Longley_7-1" class="reference"><a href="#cite_note-Longley-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Primaries sind geheime Wahlen mit Stimmzetteln oder Wahlmaschinen, wogegen beim Caucus die eigene Meinung häufig in nicht-geheimer Wahl und auf verschiedene Weise, z. B. durch Gruppenbildung um den gewählten Kandidaten, ausgedrückt werden muss.
</p><p>Bei einer Primary kann die Stimme zu beliebiger Zeit während der Öffnungszeit des Wahllokales abgegeben werden, und auch Briefwahl ist möglich.<sup id="cite_ref-absentee_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-absentee-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein Caucus wird dagegen zu einer genau definierten Zeit anberaumt; wer dann nicht anwesend ist, kann nicht an der späteren Wahl teilnehmen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Der_Begriff_Caucus_in_anderem_Zusammenhang">Der Begriff Caucus in anderem Zusammenhang</h2></div>
<p>In den USA und in einigen Commonwealth-Ländern wird der Begriff „Caucus“ noch in anderem Sinne verwendet. In den USA werden allgemein politische Interessengruppen als <i>Caucus</i> bezeichnet. Dazu zählen die Fraktionen der <a href="Demokratische_Partei_(Vereinigte_Staaten)" title="Demokratische Partei (Vereinigte Staaten)">Demokraten</a> (<i><a href="House_Democratic_Caucus" title="House Democratic Caucus">House Democratic Caucus</a></i> und <i><a href="Democratic_Caucus_of_the_United_States_Senate" title="Democratic Caucus of the United States Senate">Democratic Caucus of the United States Senate</a></i>) und der <a href="Republikaner_(USA)" class="mw-redirect" title="Republikaner (USA)">Republikaner</a> (<i><a href="House_Republican_Conference" title="House Republican Conference">House Republican Conference</a></i> und <i><a href="Senate_Republican_Conference" title="Senate Republican Conference">Senate Republican Conference</a></i>), sowie deren innerparteilichen Strömungen:
</p>
<ul><li><a href="Congressional_Progressive_Caucus" title="Congressional Progressive Caucus">Congressional Progressive Caucus</a></li>
<li><a href="New_Democrat_Coalition" title="New Democrat Coalition">New Democrat Coalition</a></li>
<li><a href="Blue_Dog_Coalition" title="Blue Dog Coalition">Blue Dog Coalition</a></li>
<li><a href="Republican_Main_Street_Partnership" title="Republican Main Street Partnership">Republican Main Street Partnership</a></li>
<li><a href="Republican_Study_Committee" title="Republican Study Committee">Republican Study Committee</a></li>
<li><a href="Freedom_Caucus" title="Freedom Caucus">Freedom Caucus</a></li></ul>
<p>Außerdem gibt es noch z. B. den <i><a href="Congressional_Black_Caucus" title="Congressional Black Caucus">Congressional Black Caucus</a></i> und den <i><a href="Congressional_Hispanic_Caucus" title="Congressional Hispanic Caucus">Congressional Hispanic Caucus</a>,</i> die die parlamentarischen Interessengruppen der <a href="Afroamerikaner" title="Afroamerikaner">Schwarzen</a> und der <a href="Hispanics" title="Hispanics">Hispanics</a> sind. Ebenfalls parteiübergreifend sind Interessenzusammenschlüsse wie etwa der <i>Peak Oil Caucus</i> im US-Kongress; sie stehen Abgeordneten der Demokraten und Republikaner offen, die sich um ein einzelnes politisches Thema – hier also <a href="Peak_Oil" class="mw-redirect" title="Peak Oil">Peak Oil</a> – besonders kümmern wollen. Ein weiterer wichtiger parteiübergreifender Caucus ist der <a href="Problem_Solvers_Caucus" title="Problem Solvers Caucus">Problem Solvers Caucus</a>, der dafür gegründet wurde parteiübergreifend wichtige Reformen durchzuführen. Er ist somit nicht einfach nur ein überparteilicher Caucus für ein bestimmtes Thema, sondern für viele.
</p><p>In Kanada und Neuseeland bezeichnet „Caucus“ eine Gruppe von Parlamentariern, die der gleichen Partei angehören, etwa im Sinne einer Fraktion. In Australien dagegen heißt nicht die Fraktion selbst so, sondern nur die regelmäßigen Treffen der Parlamentarier einer bestimmten Partei, der Labor-Partei. Der Begriff wurde in Australien von einem gebürtigen Amerikaner zu Beginn des letzten Jahrhunderts anlässlich der ersten Regierungsbildung eingeführt.<sup id="cite_ref-Wikipedia_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-Wikipedia-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der britische Schriftsteller <a href="Lewis_Carroll" title="Lewis Carroll">Lewis Carroll</a> hat den „Caucus“ schon 1885 in seinem Buch <a href="Alice_im_Wunderland" title="Alice im Wunderland">Alice im Wunderland</a> erwähnt. Das dritte Kapitel, „Caucus-Rennen und was daraus wird“, spielt in satirischer Form auf politische Vorgehensweisen in den USA zur damaligen Zeit an:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„‚Was ist ein Caucus-Rennen?‘ fragte Alice […] ‚Nun‘, meinte der Dodo, ‚die beste Art, es zu erklären, ist es zu spielen.‘ […] Erst bezeichnete er die Bahn, eine Art Kreis […], dann wurde die ganze Gesellschaft hier und da auf der Bahn aufgestellt. Es wurde kein: ‚eins, zwei, drei, fort!‘ gezählt, sondern sie fingen an zu laufen, wenn es ihnen einfiel, hörten auf, wie es ihnen einfiel, so dass es nicht leicht zu entscheiden war, wann das Rennen zu Ende war. Als sie jedoch ungefähr eine halbe Stunde gerannt und vollständig gelangweilt waren, rief der Dodo plötzlich: ‚Das Rennen ist aus!‘ und sie drängten sich um ihn, außer Atem, mit der Frage: ‚Aber wer hat gewonnen?‘ Diese Frage konnte der Dodo nicht ohne tiefes Nachdenken beantworten. […] Endlich sprach der Dodo: ‚Jeder hat gewonnen, und alle sollen Preise haben.‘“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>Christian Wernicke: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20081105212156/http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/277/150902/"><i>Barack Obamas Sieg in Iowa: Ein paar Schritte auf der Siegerstraße</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 5. November 2008 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>). In: <i><a href="S%C3%BCddeutsche_Zeitung" title="Süddeutsche Zeitung">Süddeutsche Zeitung</a>.</i> 5./6. Januar 2008 (Bericht von einer Wahlversammlung in Iowa 2008, vermittelt einen lebendigen Eindruck, davon, wie ein Caucus abläuft.)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fairvote.org/">Homepage.</a> In: <i>FairVote.org</i> (englisch; “Our Mission: FairVote is a nonpartisan organization seeking better elections for all. We research and advance voting reforms that make democracy more functional and representative for every American.”)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"> <i><a href="Merriam-Webster%E2%80%99s_Collegiate_Dictionary" title="Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary">Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary</a>.</i> Band 1. 1986, S. 355; zur Begriffsgeschichte siehe <i>The New <a href="Encyclopedia_Britannica" class="mw-redirect" title="Encyclopedia Britannica">Encyclopedia Britannica</a>.</i> Band 2. 1993, S. 966 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.projekt-gutenberg.org/webermax/polberuf/chap001.html">Max Weber: <i>Politik als Beruf.</i></a></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Politisches System der USA</i> (= <i>Informationen zur politischen Bildung.</i> Nr. 283). <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a>, Bonn 2004, S. 56.<br>Zum Begriff der „primaries“ siehe <a href="Josef_Braml" title="Josef Braml">Josef Braml</a>: <i>Das politische System der USA</i> (= <i>Informationen zur politischen Bildung.</i> Nr. 349). Bonn 2021, S. 39, 72 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/IzPB_349_Das-politische-System-der-USA_barrierefrei.pdf">bpb.de</a> [PDF; 12,2 MB]).</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Stephen J. Wayne: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://usa.usembassy.de/elections04/wayne.htm"><i>Presidential Nominations and American Democracy.</i></a> U.S. Diplomatic Mission to Germany, Stand März 2004, abgerufen am 1. Februar 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.thegreenpapers.com/Definitions.html#Cauc"><i>Primary/Caucus/Convention Glossary.</i></a> In: <i>The Green Paper.</i> Stand: 20. September 2015, abgerufen am 1. Februar 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Politisches System der USA</i> (= <i>Informationen zur politischen Bildung.</i> Nr. 283). <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a>, 2004, S. 25.</span>
</li>
<li id="cite_note-Longley-7"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Longley_7-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Longley_7-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Robert Longley: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.thoughtco.com/how-party-convention-delegates-are-chosen-3320136"><i>How Political Party Convention Delegates are Chosen And the Role the Delegates Play.</i></a> In: <i>ThoughtCo.</i> 19. Dezember 2015, aktualisiert am 6. Juni 2020, abgerufen am 1. Februar 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-cnn-8"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-cnn_8-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-cnn_8-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-cnn_8-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://edition.cnn.com/2008/POLITICS/01/02/delegate.explainer/index.html"><i>Why delegates matter in the presidential race.</i></a> In: <i><a href="CNN" title="CNN">CNN</a>.</i> 3. Januar 2008, abgerufen am 1. Februar 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-Calendar-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Calendar_9-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://webarchive.loc.gov/all/20131113125537/http://www.ncsl.org/research/elections-and-campaigns/2012-presidential-primary-calendar.aspx"><i>2012 Presidential Primary Calendar.</i></a> 2012 Presidential Primary and Caucus Calendar. In: <i>ncsl.org.</i> National Conference of State Legislatures, Januar 2012, archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.ncsl.org%2Fresearch%2Felections-and-campaigns%2F2012-presidential-primary-calendar.aspx">Original</a></span> am <span style="white-space:nowrap;">13. November 2013</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 15. Juli 2022</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ACaucus&rft.title=2012+Presidential+Primary+Calendar&rft.description=2012+Presidential+Primary+Calendar&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwebarchive.loc.gov%2Fall%2F20131113125537%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.ncsl.org%2Fresearch%2Felections-and-campaigns%2F2012-presidential-primary-calendar.aspx&rft.publisher=National+Conference+of+State+Legislatures&rft.date=2012-01&rft.source=http://www.ncsl.org/research/elections-and-campaigns/2012-presidential-primary-calendar.aspx&rft.language=en"> </span></span>
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<li id="cite_note-absentee-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-absentee_10-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><i>Primary election Feb. 5; absentee voting possible.</i> In: <i>Herald News.</i> 2011, ehemals im <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.suburbanchicagonews.com%2Fheraldnews%2Fnews%2F736189%2C4_1_JO11_ABSENTEE_S1.article">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar)<span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 10. Juli 2022</span> (keine <a href="Web-Archivierung#Begrifflichkeiten" class="mw-redirect" title="Web-Archivierung">Mementos</a>).<span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://deadurl.invalid/http://www.suburbanchicagonews.com/heraldnews/news/736189,4_1_JO11_ABSENTEE_S1.article">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.suburbanchicagonews.com/heraldnews/news/736189,4_1_JO11_ABSENTEE_S1.article">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/www.suburbanchicagonews.com</span> <small>(Seite nicht mehr abrufbar. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/http://www.suburbanchicagonews.com/heraldnews/news/736189,4_1_JO11_ABSENTEE_S1.article">Suche in Webarchiven</a>)</small></span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ACaucus&rft.title=Primary+election+Feb.+5%3B+absentee+voting+possible&rft.description=Primary+election+Feb.+5%3B+absentee+voting+possible&rft.identifier=&rft.date=2011"> </span></span>
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<li id="cite_note-Wikipedia-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Wikipedia_11-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><i><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Caucus" class="extiw external" title="en:Caucus">Caucus</a>.</i> In: Englische Wikipedia.</span>
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